Der Olenhof

Baujahr

Ort

Straße

Email

Telefon

Handy

2007

Emmelsbüll-Horsbüll.

Klanxbüller Str. 39

bente@olenhof.de

04665983198

01729957291


Geschichtliches vom Olenhof:

Ca. 1600 zum Altenhoue erstmalig erwähnt. 1958 Olenhof. Hof im Emmelsbüller Gotteskoog, ursprünglich ein fürstlicher Meierhof. Das erste Element des Namens erscheint in den schriftlichen Quellen in niederdeutschen oder hochdeutschen, meist flektierter Form auf –en-, und die friesische Mundart hat die friesische Entsprechung. Die heutige amtliche Schreibweise ruht offensichtlich auf die niederdeutsche Aussprache. Das vereinzelt erscheinende dänische Gammelgaard, das Übertragung beider Bestandteile aufweist, wird kaum eine allgemeine gebräuchliche Form gewesen sein.

 

Aus „Wiedingharder Kirchenführer“ von Hans Carstensen (2008): Im Norden des Kirschspiels liegt an der Klanxbüller Strasse der 2006 abgebrannte und 2007 wieder aufgebaute „Olenhof“. Der Name scheint lediglich auf einen alten Bauernhof hinzudeuten. Es steckt aber mehr dahinter. Als Hof hat man früher auch einen Garten bezeichnet. Diese Wortbedeutung steckt heute noch in „Kirchhof“ oder „Friedhof“.  Der Niebüller Forscher Albert Panten hat herausgefunden, dass bei Olenhof die untergegangene Kirche Vendal gestanden haben muss. Eine leichte Erhöhung auf der Fenne neben dem Haus kann als der Rest einer abgegrabenen Warft gedeutet werden. Nach dem Untergang der Kirche wurde das Kirchspiel Vendal zwischen Emmelsbüll und Langstoft aufgeteilt.

 

Die Sage vom Olenhof (frei nach Sophie Johannsen, Rotzbüll)

Auf dem Wege nach Westermühlenhaus liegen zwei Warften. Auf der einen Warft ruht die Sage vom goldenen Stier (oder Kalb). Auf dieser Warft war ein Schatz begraben. Eines Nachts wollten zwei Männer diesen Schatz ausgraben. Als sie schon ein grosses Loch hatten, sprang ein goldener Stier (Kalb) heraus und rannte weg. Als sie wieder mit dem Graben angefangen waren, kam eine Katze und fragte um dieses und jenes. Die Männer rannten weg und der Schatz sank in die Erde zurück.

 

 

 

Und nun: „Aus der Geschichte Emmelsbüll-Horsbülls“ Heft 3, Jahrgang 1983

Die Olenhofbrücke liegt bei dem Gotteskoogweg, wo der Weg abbiegt zu Adam oder Sennik Bossen (Westermühlenhaus). Auf der Westseite des Weges liegen zwei hohe Warften. Auf der westlichsten Warft hat in alten Zeiten eine Kirche, oder wie man heute sagt, eine Kapelle gestanden. In dieser Warft soll ein goldenes Kalb begraben sein. So ein goldenes Kalb hat natürlich einen grossen Wert, und so ist es nicht verwunderlich, dass viele Leute versuchten, dieses Kalb zu finden.

Einmal versuchten zwei Männer es auszugraben, natürlich bei Nacht. Sie hatten schon ein grosses Loch gegraben, als plötzlich ein grosser prächtiger Stier mit einem grossen Pfurz über das Loch sprang. Die Männer bekamen etwas Angst. Sie gruben aber doch weiter. Es dauerte aber nicht lange, da kam eine riesengrosse Katze mit glühenden Augen. Diese Katze konnte aber sprechen und sagte: „Zuerst kommt der Kahlköpfige dran.“ Der eine der beiden Männer war nämlich kahlköpfig. Sie bekamen aber so einen grossen Schrecken, dass sie sofort mit dem Graben aufhielten und davonliefen.

 

 

 

Bis heute ist es noch niemanden gelungen, das goldene Kalb zu finden, aber wer weiss, was noch einmal werden wird. Wir können auf jeden Fall sagen, dass wir bei den vielen Aufräumarbeiten nach dem Brand und beim Neubau mit Pfahlgründung, wo wir zum Teil die ganze Warft auf den Kopf gestellt haben, leider kein goldenes Kalb gefunden haben. Auch eine sprechende Katze ist uns nicht über den Weg gelaufen. Wir vermuten, dass es gar nicht eine wahre Begebenheit ist, sondern ein Märchen aus alten Zeiten. Dabei hätten wir so gut ein goldenes Kalb gebrauchen können...